26. November 2001

Die gegenwärtige weltpolitische Lage hat es notwendig gemacht, daß sich mittlerweile jeder einzelne Bürger ganz persönlich mit dem Thema Sicherheit beschäftigen muss. Zwar treffen große Politiker, wie Otto Schily, durchaus wichtige Maßnahmen zur Sicherung der öffentlichen Ordnung, aber selbstverständlich sind in diesen Zeiten alle gefragt. Mark Knochen, Mitarbeiter unserer Redaktion, sieht deshalb nun vorrangig seine Aufgabe darin, den Weg für Otto Schilys Sicherheitspakete zu ebnen und unterstützt die darin enthaltenen Vorgaben, wo er nur kann.

Sehr geehrter Herr Schily,

Sie haben recht! Innere Sicherheit kann man nur gewährleisten, wenn der Staat um die Belange der Bürger, die er zu schützen bereit ist, genauestens Bescheid weiss. Dass so viele Menschen in diesem Land diese Tatsache nicht akzeptieren wollen macht mich traurig und macht mir Angst.

Im folgenden möchte ich Ihnen dabei helfen, Ihr neues Sicherheits-Konzept umzusetzen und möchte Sie fortlaufend über mich und meinen Tagesablauf informieren. Als Kopie erhalten diese Briefe: das LKA, das BKA, der Verfassungschutz und der Bundesnachrichtendienst.

Aufgestanden bin gegen 7.15 Uhr. Ich stelle mir zwar den Wecker immer so auf halb Sieben, aber nur, damit ich dann noch ein paar Minuten im Bett liegen bleiben kann.

Nach dem Aufstehen putzte ich mir dann die Zähne und wusch mich .. naja, eher schnell als gründlich, es war ja schon fast 8.

Meistens fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit, so also auch heute. Auf dem Weg dorthin schaue ich mir immer sehr genau die Passanten und die übrigen Verkehrsteilnehmer an. Ich bin, das müssen Sie wissen, seit dem 11. September sehr vorsichtig geworden.

Gerade die Unauffälligen und die, die etwas anders erscheinen, jagen mir immer so einen kalten Schauer über den Rücken. Ich bin immer heilfroh, wenn ich sicher auf Arbeit angekommen bin.

Dort fühle ich mich – nach meinen eigenen vier Wänden – immer noch am sichersten. Auf Arbeit programmiere ich Internetseiten und betätige mich auch in grafischer Hinsicht, aber das wissen Sie sicher.

Gewöhnlich arbeite ich bis ca. 18.00 Uhr, danach fahre ich sofort wieder nach Hause. Gerade jetzt, wo es schon so zeitig wieder dunkel wird, habe ich es besonders eilig. Im Schnitt bin ich deshalb auf dem Heimweg ungefähr 5 Minuten schneller als am Morgen.

Am Abend sitze ich dann meistens an meinem Computer und arbeite für die Redaktion. Man kann diese Arbeit vielleicht als Hobby bezeichnen, auf jeden Fall bereitet mir diese außerberufliche Tätigkeite viel Freude. Ein positiver Nebeneffekt: Ich kann mich immer sehr schnell über das Internet zu den aktuellen politischen Themen informieren.

Das war mein Tag für heute. Sollte mir heute nacht im Bett noch das ein oder andere einfallen, werde ich Sie selbstverständlich darüber in Kenntnis setzen.

Viele Grüße und bis zum nächsten Bericht

Ihr Mark Knochen

Anlage: Ernährung, Hygiene, sportliche Aktivitäten
2 Scheiben Toast
1 Eibrötchen
1 Halloumi (Fladenbrot mit Salat und gegrillten Feta-Käse)
Kartoffeln und gebratener Blumenkohl

30min Spazierengehen
30min Joggen (mit Hund)

Vitamin genommen: Ja
Zähne geputzt: Ja

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