Geld verdienen mit In-Talk-Werbung

Heute hatte ich wieder einmal eine meiner erfolgreichen Geschäftsideen. Generell verbringe ohnehin viel Zeit damit, nach einer rentablen Beschäftigung Ausschau zu halten, aber immer nur mit dem Kissen am Fenster zu lehnen und das Geld, welches bekanntlich auf der Straße liegt, zu zählen, ist auf Dauer dann auch etwas langweilig. Also versuche ich es nun auf eine andere Art, an genau dieses Geld zu gelangen.

Das Internet und die Welt der mobilen Apps machen es uns vor und ich werde mir daran ein Beispiel nehmen. Jeden Tag verdienen ganz unterschiedliche Firmen millionenfach zig Milliardentrillionen mit dem Prinzip der In-App-Werbung. In zunächst kostenlosen oder recht günstigen Apps für Smartphones werden Nutzer dazu verführt, andere Apps und Produkte zu kaufen oder sonst irgendwie Geld auszugeben. Ein Prinzip, welches nun auch – gerade wegen seines Bekanntheitsgrades – für mich einen nicht unerheblichen Nutzen darstellen soll. Und dafür würde ich sogar über meinen und eventuell auch über viele andere Schatte springen: Ich würde mit Leuten sprechen.

Während eines ganz gewöhnlichen Gespräches werde ich nämlich demnächst – ab und zu –  sehr geschickt ein oder mehrere In-Talk-Werbung platzieren und so, ganz nebenbei, ehrliches Geld verdienen. Dreht sich eine Unterhaltung zum Beispiel um körperliches Unwohlsein oder gar Bauchschmerzen, dann hake ich gleich ein: “He, vielleicht hast Du was falsches gegessen? Ich esse ja nur noch Sachen von XYZ – davon habe ich noch niemals Bauchschmerzen bekommen, vielleicht probierst Du es damit mal?”

Zur Zeit teste ich solche Themen-Hoppings vor allem beim Taxifahren, also als Fahrgast natürlich. Bei meiner letzten Taxifahrt verwickelte ich den Fahrzeugführer geschickt in ein, als Monolog seinerseits endendes, Gespräch über die Arbeit eines Taxifahrers. Froh, endlich mal jemanden gefunden zu haben, den das offenbar wirklich interessierte, bekam ich ca. 20 Minuten lang eine Abhandlung über den Erwerb eine Taxi-Konzession zu hören. Dass ich immer wieder einwarf und erstaunt beteuerte, noch nie etwas von so einer Taxi-Konfession gehört zu haben, überging der Fahrer geflissentlich und auch meine Feststellung, daß dieses Taxifahren ja mehr so eine Religion für sich wäre, überhörte er einfach.

Diese Tatsache bestätigte mir aber, daß ich ganz klar in der Lage wäre, für diverse Produkte im Verlaufe eines Gespräches zu werben. Die Wirkung meiner wohldosierten In-Talk-Werbung würde dann viel später, wenn man es gar nicht mehr erwartete, mit voller Wucht beim Endverbraucher einschlagen.

Small-Talks im Bus ohne nebenbei Geld zu verdienen gehören nun der Vergangenheit an. Diskussionen zu ermüdenden Themen lassen sich ohne weiteres durch das Einwerfen von Sätzen wie: “Wissen Sie, was der Fleischer da vorne an der Ecke gerade im Angebot hat, also das glauben Sie ja nicht ….” oder “Soll ich Ihnen mal sagen, wer mich eingekleidet hat?” auflockern und tragen dazu bei, daß sich die Teilnehmer noch lange an die, durch In-Talk-Werbung platzierten, Produkte erinnern werden.

Die Zeit ist reif, es ist Zeit, sie zu ernten!

Kommentar verfassen

Sie können die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>