Sonntag, 21. Dezember 2014

Ich habe das Land verlassen und in Bayern Zuflucht gesucht. Bisher recht umgängliche Menschen in lustigen Trachten, die gut und gerne als Parodie auf das Musikantenstadl durchgehen könnte. Die Frauen hier tragen eine Art Kleid, welches einen komplizierten Namen hat. Lediglich ein Selbstlaut neben ansonsten recht unausprechlichen Buchtstaben, zumindest in dieser Kombination. Man nennt es Dirndl. Eigentlich könnte man das i ebenfalls weglassen und die Bezeichnung wäre kaum anders. Ansonsten vermute ich, dass alle anderen möglichen Vokale aus Kostengründen eingespart worden sind. Nicht ohne Grund ist Bayern eines der reichsten Länder der Welt.

In der Küche der kargen Unterkunft gibt es kein Salz, trotz der Nähe zum Obersalzberg. Ich vermute Opfergaben. Die Einwohner üben hier das Christkindlschießen. Ein für mich barbarisch anmutender Brauch. Möglichweise gibt es hier aber auch zu viele Christkindl. Dann will ich nichts gesagt haben. In anderen Gegenden verwendet man die Christkindl zur Herstelllung von Stollen und da sagt auch niemand was. Stollen ist ein Gebäck aus schwerem Hefeteig, Fett und Zucker. Ich hörte auch schon von Christkindlmärkten, Orte der herablassenden Zurschaustellung der armen Christkindl. Aber Tradition ist Tradition, wie RB Leipzig sagen würde.

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