Kategorie: Uli Minati

Der Tatort aus Leipzig – eine Zusammenfassung.

Ich möchte einen kurzen Überblick über den heutigen (02.12.2012) Tatort aus Leipzig geben, den ich mir mit dem Live-TV-Service “Zattoo” nicht angesehen habe. Durchaus positiv fielen mir die schönen Landschaftsdarstellungen auf, die das Leben in einer pulsierenden Metropole eindrucksvoll auf die Palme brachten und fast der Gipfel waren.

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Armutsbericht von Bundesregierung verschleiert.

Wie heute unter anderem hier, hier und auch hier berichtet wird, hat die Bundesregierung den kürzlich erschienenen Bericht zur Armut- und Reichtumsverteilung um einige kritische Aussagen entschärft bzw. durch gefälligere Formulierungen ersetzt. Hier ein kurzer Überblick über die nun nicht mehr enhaltenen Textstellen:

  • die da unten machen doch sowieso nur, was sie wollen
  • … kann ein Jahresgehalt von ca. Vierundzwanzigtausendfünfhundert Euro gar nicht so schlecht sein, immerhin ist das viel länger als 600.000 Euro.
  • … die Schere zwischen Arm und Reich muß zur Kluft werden
  • … und außerdem ist Geld ja nicht alles …
  • … die Verwendung der Begriffe “arm” und “reich” ist in Zukunft einzustellen, um die da unten, siehe oben, (hahaha, Wortspiel, Herr Rösler, nehmen Sie das bitte dann mit raus, ja) nicht zusätzlich auf ihre Position aufmerksam zu machen
  • Anm. der FDP: Warum können wir den Bericht nicht einfach “Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not” nennen?
  • … ist als möglicher Lösungsansatz der Ausbau des sogenannten “Unterschichtenfernsehens” in Erwägung zu ziehen …
  • … soziale Gerechtigkeit (haben alle schon ihre Pizza bestellt? Mit extra Käse, so wie der Mist hier ….)

Sollten noch weitere Stellen bekannt werden, die im Armutsbericht verändert oder getrichen wurden, so bitte ich, die Kommentarfunktion zu nutzen und hier unter dem Text entsprechend zu ergänzen.

Die Akte Wulff

Christian Wulff. Ex-Bundespräsident und Anrufer bei der BILD-Zeitung. Schwarzes Schaf im Wolfspelz und das dritte Rad am Wagen der Bundesrepublik. Immer noch laufen Ermittlungen gegen den, als Kind geborenen, Osnabrücker und man wagt gar nicht daran zu denken, welche Verfehlungen noch aufgedeckt oder ihm zugeschrieben werden. Und vor hintergehaltener Hand fragt man sich: Kann das wirklich alles ein Mann getan haben? Und wenn das nicht der Fall sein sollte: warum zentrieren sich die Anschuldigungen, die begangenen Fehler und die peinlichen Vorfälle auf diese eine Person?

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Verfassungsschutz: Ich war dabei.

Lange Zeit konnte ich nicht darüber sprechen, aber nun gebe ich mich geschlagen. Irgendein Untersuchungssausschuss wird es ohnehin an das Licht der Öffentlichkeit zerren, so daß ich mich nun endlich entschließe, mich zu fragen, was es mit Uli Minati und dem Verfassungsschutz auf sich hat. Es ist ein warmer Sommertag und trotzdem friert es mich, als ich mit meinen verschwitzten Fingern den Klingelknopf an meiner Wohnungstür betätige. Die soziale Kälte bahnt sich ihren Weg durch den winzigen Spalt zwischen Eingang und Hausflur und ich bin noch nicht einmal überrascht, daß ich mir nicht öffne. Weiterlesen

Es ist soweit: Ich bin ihr Ziel geworden!

Den meisten im Internet ist es sicher schon bekannt, ich hatte letzten Dienstag einen Fahrradunfall. Ungefähr Achtuhrdreißig MESZ versuchte ich auf einer vielbefahrenen Straße einen Mehrsitzer des ÖPNV (Bus) zu überholen, schaute mich vorschriftsmäßig nach hinten um und wurde dadurch von einem, auf mich zurasenden Schlagloch abgelenkt, welches ich Bruchteile einer Sekunde später dann mit dem Vorderrad touchierte und damit gezwungen war, umgehend von meinem Rad abzusteigen.

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Vergessene Errungenschaften der Evolution

Fast tagtäglich werden wir mit Redewendungen konfrontiert, die von längst vergessenen und teilweise leider auch schon verschwundenen Errungenschaften aus der Entwicklung der Menschheit zeugen. Achtlos verwenden wir Formulierungen ohne daran zu denken, aus welchem – damals offenbar noch – vorhandenen Potential der Mensch in der Vergangenheit schöpfen konnte und welches die moderne Gesellschaft nach und nach immer weiter verkümmern lässt.

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Gedicht zur Liege der Nation

(Nimm das. Günter Grass.)

Im Sommer, heiß begehrtes Möbelstück
Von Handtüchern zumeist bedeckt.

Wie eine Falle, in die man hineintappt
Die Liege der Nation ist aufgeklappt.

Objekt der Begierde, für alle mit Namen und Rang
Sinnbild für die Deutschen, im Urlaubsdrang.

Wir stehen nicht mehr stramm
und schon lange nicht mehr aufrecht.

Europa liegt darnieder, in West und Ost
auf Plastik gewordenem Lattenrost.

Doch die Hoffnung stirbt nicht
ist das Boot auch voll
Einen Platz an der Sonne
Den finden sie alle toll.

Die Liege der Nation, Platz zum relaxen
Fern von Terror und bösen Achsen.

Doch, mein Deutschland, gibt acht
man hörte es schon,
hergestellt wird sie wohl
für schmalen Billiglohn.

Kein Aufschrei deswegen
Entspannung bis zum Tod.

Auf der Liege der Nation
Ein deutsches Sonderangebot.

Wahr oder falsch – egal! Information für alle!

Information ist alles. Nachrichten, Sportergebnisse, Wetter-Apps, Börsenticker. Tagtäglich werden wir mit Buchstaben und Zahlen bombardiert, die sich in unser Gehirn fressen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Der Kopf soll ausgeschaltet, die Empfindungen gedämpft und das Denken verhindert werden. Still sollen wir an unseren gläsernen Schreibtischen sitzen und mit unseren Aktenkoffern spielen. Oder Aktenkoffer kaufen. Oder gläserne Schreibtische. Oder H-Milch. Oder Hackfleisch.

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