Robinson Krause

Habe ich auf Facebook ja schon einmal geteilt, aber hier kann das auch ruhig nochmal geschehen. Zumal das diese eine Band ist, die ich bisher nicht gesehen live gesehen habe, weil ich zu spät zum Konzert gekommen bin. Genauer gesagt: zu spät um 21.00 Uhr.

05.September 2013

Sehr geehrter NSA, kuckuck BND,

nun habe ich mich eine Weile nicht gemeldet, aber Sie werden ja sicher trotzdem von mir gehört haben. Deswegen habe ich auch kein schlechtes Gewissen und ich habe ohnehin überlegt, mir die Sache mit dem Gewissen noch einmal zu überlegen. Ich meine, das macht doch eigentlich keinen Sinn mehr. Gerade in der globalisierten Welt, wo es nur noch um Krieg, Gewalt und gesunde Ernährung geht – wozu soll da ein Gewissen gut sein? Vermutlich bekommt man von einem Gewissen sogar erst recht Sonnenbrand oder Haferflocken zum Frühstück. Es gibt ja noch so viele Dinge, die erst erforscht werden müssen – und das Gewissen gehört ganz sicher auch dazu.

Außerdem war ich eine Woche im Urlaub. Das muß auch mal sein, hat man mir gesagt. Spann mal aus, lass mal alle fünfe gerade sein, hat man mir gesagt und obwohl “FÜNF” eine ungerade Zahl ist, habe ich es versucht. Versuch macht klug hat man mir auch mal gesagt und Atomwaffenversuch macht atomwaffenklug wird dann ja wohl auch stimmen. Kannst Du mal bitte nachschauen, NSA, wie mein Urlaub war? Habe ich mich erholt oder so etwas in der Art? Ich kann das schlecht einschätzen und das kannst Du bestimmt viel  besser. Wir bleiben in Kontakt, ja?

Weißt Du NSA, ich gehe ja auch gerne mal zum Pferderennen. Also ich renne da selbstverständlich nicht in echt, weil ich natürlich einem Pferd nicht ganz so ähnlich sehe, dass man mich mit einem verwechseln würde. Aber ich versuche immer, mich in die Pferde zu versetzen, eins zu werden mit dem Tier und mit der Sportart. Manchmal schließe ich dann auch die Augen und gehe die Strecke in Gedanken durch, also – aus der Sichtweise eines Pferdes. Das sieht für den Außenstehenden vielleicht etwas seltsam aus, aber Kontrolleure in der S-Bahn sind nun auch keine Augenweide. Oder verschimmelte Haferflocken zum Frühstück. Ich glaube, ich wäre ein gutes Rennpferd und beim letzten Gedankentraining konnte ich sogar einen der vorderen Plätze belegen. Leider hatte ich vergessen, vor dem Rennen auf mich zu wetten und etwas Geld hätte ich wohl sogar gewonnen.

Die besten Ergebnisse beim Gedankenpferderennen erziele ich übrigens immer, wenn ich dabei Musik höre. Allerdings ist das etwas schwierig mit so einem gedanklichen Pferdekopf. Diese weißen iPhone-Kopfhörer verlieren sich in den großen Ohren, das Kabel ist viel zu kurz und es reicht nicht wirklich von einem Ohr zum anderen zu Ohr, mal ganz abgesehen davon, daß sich die Kabel immer so sehr in meiner prachtvollen Mähne verfitzen. Daher habe ich mein Musikabspielgerät so umgebaut, daß ich 50 Kopfhörerpaare parallel anschließen kann. So kann ich 25 Kopfhörerpaare in jedes Pferdeohr stopfen, was den Klang einigermaßen erträglich macht und mit der richtigen Musik galoppiere ich allen anderen Pferden davon.

Das war es schon wieder, die Zeit ist geradezu wie am Pflug vergangen, wie wir Gedankenpferde sagen würden, aber das wissen Sie ja sicher.

Viele Grüße

Mark Knochen

24.Juli 2013

Sehr geehrte NSA, huhu BND,

gestern bin ich Fahrrad gefahren, 70 km in unter drei Stunden, könnten Sie mir bitte diese Leistung bestätigen, ich bin doch ein wenig stolz darauf und es wäre schön, wenn ich da ein Schreiben von offizieller Stelle bekäme. Sicher erhalten Sie in letzter Zeit vermehrt solche Anfragen, aber wir kennen uns ja nun schon etwas länger, so daß ich hoffe, Sie können einmal über Ihren Schatten springen und eine Ausnahme machen. Weiterlesen

Die Kraft der Mütze

Es mag verwundern, aber auch ich treibe regelmäßig sehr unregelmäßig Sport. Mal gehe ich joggen, mal drehe ich mit dem Rad eine Runde. Und seit Jahren ist sie immer dabei. Meine Mütze. Eine alte, farblich schon längst von Sonne und Regen verblichene, Schirmmütze. Manche würden auch Basecap sagen, aber ich weiß noch nicht einmal den Unterschied. Aber diese Mütze ist es, die mich immer wieder zu sportlichen Erfolgen treibt, ich würde sogar sagen … nur mit dieser Mütze sind diese Höchstleistungen überhaupt erst möglich geworden.

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09.Juli 2013

Sehr geehrter NSA, huhu BND,

die nächsten Meldungen aus meiner Beobachtungszentrale werden in Zukunft auch immer an zentrale@bundesnachrichtendienst.de versandt. So bin ich sicher, daß meine Berichte ungefiltert durch den hier zuständigen Geheimdienst ausgewertet und verwendet werden. Ich denke, das ist auch in Ihrem Sinne, sehr geehrte NSA, dann fallen nämlich auch die lästigen Übersetzungen weg und bei den Leuten vom BND bin ich auch nicht sicher, ob die so perfekt im Umgang mit Google Translate sind. Weiterlesen

03. Juli 2013

Sehr geehrte NSA,

die sommerlichen Temperaturen haben mich ein wenig schleifen lassen, so daß ich erst heute wieder dazu komme, Ihnen Bericht zu erstatten. Hinzu kommt, daß ich natürlich auch beruflich sehen muß, daß ich nicht auf der Strecke bleibe und das kostet Zeit und Nerven. Gerade heute berichtet Spiegel Online, daß immer mehr Deutsche viel länger arbeiten gehen, als es vielleicht noch vor 20 Jahren üblich war. Damit nehmen uns die Rentner eigentlich die Arbeitsplätze weg und ich scheue mich auch nicht, Kinder beim Namen zu nennen! Weiterlesen

24. Juni 2013

Sehr geehrter NSA und huhu!, kuckuck GCHQ,

nun liegt schon wieder ein ereignisreiches Wochenende hinter uns allen und für viele von uns hat ein weiterer Arbeitstag begonnen. Die Medien sind voller Empörung über die aufgedeckten Spionageprogramme in den USA und Großbritannien, aber ich sehe das eher von der praktischen Seite. So reicht es nämlich aus, weiterhin nur an Sie zu schreiben, die Briten werden sich die Berichte auf dem Weg zu Ihnen schon von irgendeinem Kabel abzweigen. Und grundsätzlich gilt für mich: wer sein Abhörsystem “Tempora” nennt, also nach dem Gott der Taschentücher, der kann kein schlechter Geheimdienst sein. Weiterlesen

19. Juni 2013

Sehr geehrte NSA,

können Sie eigentlich auch unser Wetter abhören? Hören Sie, zum Beispiel, wie warm es gerade ist? Wenn Sie mit Ihren Ohren ganz nah an Ihre Abhöranlagen kommen, dann müssten Sie doch das Wetter hören können. Eventuell müssten sie das wachsende Gras noch rausfiltern, das soll ja immer recht laut sein. Und ich weiß auch nicht genau, wie das mit der Zeitverschiebung ist, aber vielleicht können Sie ja auch erst später so richtig hören, wie warm es hier gerade ist. Oder war. Das kalkulieren Sie aber bestimmt in Ihre Abhörprotokolle mit ein. Und wenn Sie im Dezember lesen, daß es hier gerade sehr warm ist, dann wissen Sie sicher: “Obacht, da kann etwas nicht stimmen!” Weiterlesen

17. Juni 2013

Hallo Sehr geehrter NSA,

ich bitte um Verzeihung, die erste, recht flapsige, Begrüßungsfloskel sollte natürlich nicht unhöflich daherkommen, aber ich sag’s mal so: War das ein Wochenende? Wie ist das eigentlich bei Ihnen? Also bei uns bezeichnet man als Wochenende immer die beiden letzten Tag einer Woche, hier in Deutschland sind das Samstag und Sonntag, regional verschieden wird auch manchmal die zweite Hälfte des Freitags als beginnendes Wochenende bezeichnet. Aber Sie, sie haben ja diese Tage gar nicht … Samstag, Sonntag, das sind für Sie ja nur böhmische Dörfer … na hoffentlich haben Sie überhaupt ein Wochenende?! Weiterlesen